Startseite
Wie ein chinesisches Legespiel: Die andere Art des Lernens Drucken E-Mail
Montag, den 23. Januar 2012 um 18:31 Uhr

Tag der offenen Tür an der Freien Evangelischen Werkschule in Naundorf bietet Einblicke für Eltern und künftige Fünftklässler

Steffen Hartmann (rechts) sägt und feilt mit den Kindern und Jugendlichen in der Holzwerkstatt. Dort entstehen unter anderem Schachbretter.Beim Tag der offenen Tür der Evangelischen Werkschule Naundorf konnten Besucher in der Holzwerkstatt ein Tangram aus Sperrholz herstellen. Dieses chinesische Legespiel besteht aus sieben geometrischen Formen, die zusammen ein Quadrat ergeben. Aber auch viele weitere Figuren kann man damit legen. Wie das Tangram, so funktioniert auch der Alltag an der Freien Mittelschule: Die Schülerinnen und Schüler bestimmen selbst den Weg, der sie zum Lernerfolg führt. Am Ende steht, wie in jeder anderen Schule auch, der Test, die Kontrolle des Lehrers. Nur der Weg dorthin ist ein anderer. Über "die andere Schule" informierten sich am Sonnabend Eltern mit ihren Kindern, den künftigen Fünftklässlern. Und zwar so viele, das die Parkfläche an der Schule schon kurz nach Beginn nicht mehr ausreichte.

Weiterlesen...
 
Schulengel - so gehts Drucken E-Mail

Liebe Eltern, Freunde und Unterstützer

Schulengelvor kurzem haben wir unsere Schule bei dem Internetportal Schulengel.de angemeldet:
https://www.schulengel.de

Mithilfe von Schulengel haben wir die Möglichkeit ganz einfach und ohne zusätzliche Kosten Gelder für unsere Schule zu sammeln – die wir gut für die Förderung unserer Kinder gebrauchen können.

Weiterlesen...
 
Weihnachtstheater Drucken E-Mail
Freitag, den 30. Dezember 2011 um 18:00 Uhr

Zwei Vorstellungen an einem Tag

VormittagsvorstellungFotos von den Vorstellungen finden Sie hier in der Fotogalerie.

 
Kritisch hinterfragt: Die schöne neue Welt Drucken E-Mail
Freitag, den 23. Dezember 2011 um 16:45 Uhr

Naundorfer Werkschüler bewältigen zwei Premieren an einem Tag / Akteure bei Sächsischen Landestheatertagen vertreten

Schulunterricht am Klapprechner, mit frei wählbaren Lernmodulen zum Herunterladen, ohne Mobbing, aber auch ohne Freunde und Kontrolle durch den Lehrer: Dies ist nur eine Möglichkeit, die Anna Riese, Sinah Haferkorn, Carmen Schneider und Rahel Knittel (von links) im Stück

Weg vom klassischen Märchenspiel, hin zu modernen Stücken: Die Theatergruppe der Evangelischen Werkschule geht neue Wege und wird dafür auch belohnt. Als einzige Schule aus der Region Oschatz ist die freie Mittelschule bei den Sächsischen Landestheatertagen vertreten. Und das völlig zurecht, wie ihre Inszenierung von Christina Jonkes "Gute alte Zeit - Schöne neue Welt" beweist.

Ein Hauch von George Orwell und Aldous Huxley ist am Mittwochabend in der Naundorfer Turnhalle zu spüren. Deren bekannteste Romane haben eindeutig Einfluss auf das, was die Werkschüler zeigen. "1984" und "Schöne neue Welt" sind die Werke, die Pate stehen für diese Geschichte, letzteres wird sogar im Titel direkt aufgegriffen.

Der Plot: Großmutter Eva besucht Tochter Marilyn und die beiden Enkeltöchter daheim. Das Trio ist im wahrsten Sinne des Wortes "abgeschirmt": Monitore bestimmen ihren Alltag, virtuell ist ihre Realität. Der krasse Blick in eine mögliche Zukunft unserer Gesellschaft zeigt das Leben als Suchmaschine, in dem der Computer alles steuert und das Internet soziale Kontakte de facto abgeschafft hat. Ein konsequent überspitzte Vision, aber jede Idee hat einen wahren Kern. Keiner weiß das besser als die vier Hauptdarstellerinnen Anna Riese, Sinah Haferkorn, Carmen Schneider und Rahel Knittel. Sie wachsen auf mit Mobilkommunikation, Facebook und Co., sind aber reif genug, um die Botschaft des Stücks überzeugend zu vermitteln. Beim Blättern in den Alben mit Papierfotos und dem Spieleabend am Ende des Stücks wird klar: Erinnerungen und Nächstenliebe kann man weder am Rechner erzeugen, noch im Internet bestellen. "Unsere Welt ist verrückt, das sollte uns aber nicht davon abhalten, das Leben zu genießen", lautet das Fazit, bevor der imaginäre Vorhang in der Turnhalle fällt.

Weiterlesen...